Worte und Andere Träumereien


Ich  freue mich, Du lachst sogar

Komm mit mir - begleite mich ein Stück,
erzähl mir von Deinem Leben;
auch vom Kummer, nicht nur Glück...
die Hand kannst Du mir geben.

Ich freue mich, Du lachst sogar -
und Deine Augen sprechen Bände.
Vergiß es schnell , das letzte Jahr ;
eh' es begann, war' schon zu Ende.

Ich spür Deine Wärme - ich fühle Dich;
Dein Leben kuschelt in mein Herz -
Deine Worte erfassen mich-
und traurig stimmt mich auch Dein Scherz.

Immer fängt das Leben an,
wenn ich einen Menschen seh' wie Dich.
Ich kann nicht anders und denk daran-
Menschenkind : Dich liebe ich



Du weißt es nicht

Damals, als ich Dich
zum ersten Mal sah,
war es Neugierde;
daraus wurde
Interesse
und mehr und mehr
Zuneigung.
Als ich Dich
wirklich sah,
war es Liebe.



Ach Schmetterling, Du armer Thor

Ein kleiner bunter Schmetterling
flattert ganz leise zu dir hin;
bis er sich in Deinem Haare fing,
der Duft verwirrte ihm den Sinn.

Da sitzt er nun und lauscht und wartet,
achtet auf jedes liebe Wort;
normalerweise wäre er längst gestartet -
es hält ihn aber fest, nichts zieht ihn fort.

Ach Schmetterling, Du armer Tor -
was hält Dich so in diesem Bann?
Die Vögel Singens schon im Chor;
flieg weiter... schnell... nicht irgendwann.

Gefangen ist der kleine Falter,
er wird auch sterben in Deinem Haar;
es schützen ihn weder Kleid noch  Alter,
vielleicht vermißt Du ihn im nächsten Jahr.


Gedanken

Wäre ich gewaltig wie die Wolken,
dann würde ich alle Höhen und Tiefen
dieser Erde kennen.

Könnte ich der Himmel sein,
würde mein Wissen unendlich sein,
und mein Glaube wäre
das tägliche Brot.

Aber einmal nur
möchte ich der Fels sein,
der die übermütigen Wellen
des Menschenmeeres
zu brechen bringt und sie
in alle Winde zerstäubt.



Ich kenne nur Dein Sonntagsgesicht

Ich kenne nur Dein Sonntagsgesicht-
die schönen Augen, den verlockenden Mund;
Dein Lächeln ersehn ich, das mit mir spricht
und wünsch mir, ich sei der Grund

Dein Charme, der hüllt mich immer ein,
läßt mich verspielt sein wie ein Kind-
Du nährst noch meine Träumereien,
die zwischen gut und böse sind.

Dein Blick spricht manchmal ganze Bände-
Dein Wort dagegen wieder nicht;
ich seh'  das zittern Deiner Hände,
auch Kampfeslust die Dich anficht.

Ruh' Dich doch aus bei mir-ich halte Dich-
oder willst Du etwa nicht?
Wir sind allein - nur Du und ich...
und wieder lächelt Dein Sonntagsgesicht.



Einmal nur


Einmal nur
möcht'  ich der Wind sein,
der mit Deinen Haaren spielt
und Dein Lachen
in alle Richtungen trägt.

Einmal nur
möchte ich der Sturm sein,
der Dich erfaßt, hoch hinauf trägt,
Dich festhält
und alle Zeiten besiegt.

Einmal nur
wollte ich das Licht sein,
das sich in diesem
Augenblick
in Deinen Freudentränen
widerspiegelt.



Ihr haar weht im Wind


Dort sitzen meine Erinnerungen...
und ihr Haar weht im Wind,
ich weiß, es ist mir nie gelungen,
zu glauben, daß wir geschieden sind.

War in mir das Vergessen lernen,
so fühle ich jetzt es geht nie vorbei;
sie holen mich ein, die tage, die fernen,
alles, was starb, lebt jetzt wieder neu.

Meine Gedanken gehen wieder auf Reisen,
von vielem ist wenig geblieben;
nur eines läßt mich schier entgleisen,
Dein Denken, Dein Lachen, Dein Lieben.

Im Radio spielt unsere Musik,
unsere Blicke treffen sich sekundengeschwind;
sie beugen sich vor dem anderen Glück,
ich sehe ihr nach, und ihr Haar weht im wind.




Spiegelbilder sind verschwiegen


Bei Dir daheim möcht' ich als Spiegel stehen
und Dich sehen, so wie Du bist;
ich könnt'  Dein Lachen und Weinen sehen
oder wie Du Dich augenzwinkernd küßt.

Bei Dir daheim möcht'  ich als Spiegel stehen
und lauschen Deinen Melodien;
im Kreise würdest Du Dich drehen
und Dich vor  Wut an den Haaren ziehen.

Bei Dir daheim möcht'  ich als Spiegel stehen
wenn Du Dich siehst, wie Du erblühst;
das Funkeln Deiner Augen könnt'  ich verstehen
wie Du vor lauter Glück erglühst.

Dann möchte ich vor den Spiegel treten,
hab'  keine Angst, ich tu'  es nicht;
denn Spiegelbilder sind unerbeten,
Verschwiegenheit ist ihre Pflicht.



Mein Pullover


Dich spüre ich und fühle
ich noch.
Mein Pullover
verbreitet noch Deine Nähe.
Gewaschen wird er nicht,
denn er erinnert mich sehr
an Dich.
Du würdest lachen,
aber ich schnuppere daran,
streichle und küsse ihn,
als wärest Du es.
Verrückt!
Er verbindet mich
mit Dir,
und
ein beklemmendes Gefühl habe ich,
wenn ich daran denke,
daß er einmal im Mülleimer landen muß,
weil Dein Duft fehlt
und er
keine Wärmer mehr abgibt.



Ein Mahnmal in den Himmel schreiben


Für Dich möcht' ich in den Himmel schreiben,
ein Mahnmal, das jeder lesen kann,
um den Erdenball soll es treiben
und Dich erreichen... irgendwann.

Für Dich möcht'  ich das Meer erneuern,
wünscht' das es wieder sauber wär'-
beim Beelzebub würd'  ich anheuern
und mit um befahren das weite Meer.

Die Vögel werden kein Lied mehr singen,
ihre Schwingen verlieren die Kraft -
selbst Du wirst bald mit dem Tode ringen;
drum tu etwas! Und gib gut acht.

Gemeinsam verstehen diesen Erdenball-
und ein Gedicht in den Himmel schreiben;
Dich soll es erreichen überall-
und in Deinem Herzen für ewig bleiben.


Im Herzen Deine Symphonie


Schreiben ist wie komponieren,
Melodien und Worte stehen auf dem Papier;
sie holen ohne sich zu genießen,
das einzelne "Ich"  und daraus wird "Wir".

Die Melodie, die in Dir singt,
die Dich begleitet den ganzen Tag;
so auch das Wort, das in Dir klingt,
beides in Dir... soviel vermag.

Sie hebt Dich empor, diese Melodie,
sitzt in Dir fest... Wort für Wort;
ein kleines Stückchen Lebenssymphonie,
komponiert und gedichtet an jedem Ort.

Im Herzen behalte sie, diese Symphonie,
die Dich ein Stück Deines Weges begleitet;
und erlausche die Worte der Melodie,
Dein Leben hatte sie vorbereitet.


Zimmer meines Lebens


Gestern sah ich Dich,
konnte mit Dir Gedanken austauschen
und mit Dir lachen.
heute hält Dich
meine Erinnerung wach-
meine Sehnsucht nach Dir
ist groß.
Du bist eingezogen
in einem Zimmer
meines Lebens.



In mir Deine Tränen


Bis heute
kam ich mir vor
wie einverlassener,
einsamer Brunnen.

Du hast Dich zu mir gesetzt,
hast mich gestreichelt,
Deine Tränen
habe ich aufgenommen,
bis sie meinen
kühlen Grund berührten.

In diesem Moment
habe ich mich gefühlt,
als sei ich tiefer
als jedes Meer.




Leise träumte die Sommernacht

Ich durfte sie in meinen Händen halten,
fast einen ganzen Sommer lang;
sah sie erblühen und sich entfalten,
der Anfang dieser Stunden zitterte bang.

Deine Farben sah ich lauschend,
und leise träumte die Sommernacht;
sie machten mich schwindlig, waren berauschend,
als wären sie für mich erdacht.

Blumen...prächtig schöne Stunden,
in meinen Gedanken das schönste Gebinde;
alles ist mit eingebunden,
leicht wehen sie im Erinnerungsgewinde.

Adieu...Du schöne Sommernacht,
noch immer schreichelt Dich der Sommerwind;
und wenn der Morgen in mir erwacht,
so bleibst Du dieses Sommers Kind.



Wenn der Wind stirbt

Wenn die Flamme erlischt
wird sie erwachen
zu einem leuchtenden Feuer-

Wenn der Wind stirbt
wird er sich erheben
zu einem Orkan-

Wenn Du
nicht mehr bist
wirst Du leben
zu allen Zeiten.


Dem Drachen bin ich so viel näher

Vom Wind getragen schillert fremd,
Ein Drachen auf die Erde nieder;
bestaunt die Menschen...ungehemmt,
und flieht nach oben immer wieder.

Er läßt sich treiben und sich wiegen,
weitab-bei den Vögeln, nahe der Sonne;
er möchte über den Wolken fliegen,
das wäre für ihn die schönste Wonne.

Gehalten wird er und gezogen,
mal losgelassen, mal überdreht;
im Wind wird er kräftig nach unten gebogen,
er verfängt sich im Seil...es ist zu spät.

Ein neuer Start uns blaue Licht,
diesmal höher und höher;
ich schau'mir selber ins Gesicht,
dem Drachen bin ich so viel näher.



Ein Blatt im Wind


Es ist dieses Papier, welches Feuer fängt,
das geduldig erträgt manch Kummer, manch Leid-
oftmals zu groß, oft eingeengt,
Gedanken erfaßt- und flieen sie noch so weit.

Geschmeichelt wird es sehr von Liebe-
gefragt, ob so das Leben ist;
es erträgt Klekse und auch Hiebe,
hält Worte fest, die man nicht vergißt.

Da weht es nun, das Blatt im Wind,
beschrieben von Angst und Sorgeleid;
es ist des Dichters liebstes Kind-
für ihn gibt es weder Raum noch Zeit.

Wenn Du es liest, dann denk' daran!
Die Last des Schreibens ist oft schwer;
Jedes Ende fängt immer von vorne an-
und federführend ist nur "ER" .



Der Duft von ewigen Rosen


Dein Hiersein streichelt meine Haut,
Deine Worte sind es , die zärtlich mich kosen;
schon immer bist Du mir vertraut,
Dein Haar trägt den Duft von ewigen Rosen.

Worte, die nie gesprochen sind,
schreiben eine eigene Welt;
wo Licht und Schatten ein Spiel beginnt...
wo jeder Traum in sich zerfällt.

Eine Brücke, gebaut aus Gefühlen,
von Dir zu mir  gespannt;
sie kennt die Jahre, die vielen,
die wir uns schon gekannt.

Irgendwo-da gibt es Dich,
mit dem Haaresduft ewiger Rosen;
Deine Gefühle kennen mich,
seit Ewigkeiten sie mich kosen.



Menschenhand, versteck' Dich nicht


Menschenhand, Du kannstso lieb sein,
vollführst so manche Kapriolen;
bist zärtlich- mitunter hart wie Stein,
und forderst Dein Recht ganz unverhohlen.

Du erforschst und streichelst alle Poren
des Menschen, den Du liebst;
schon oft hast Du Dein Spiel verloren,
dann fehlt das Blut, das in Dir fließt.

Gekonnt umrahmst Du manches Wort,
verstehst, dem Sinn Musik zu geben;
kaum angelangt zieht' sDich schon fort-
in Dein ruheloses Leben.

Menschenhand, versteck Dich nicht,
aber sei genügsam mit dem, was Du hast;
einmal flehst auch Du an das Licht,
nur Liebe wird Dir dann nicht zur Last.



Sprechende Augen


Ganz tief seh' ich Dir in die Augen,
die lockend sind und so gefährlich;
fast glaube ich selbst- an nichts mehr zu glauben,
denn dieser Blick von Dir ist herrlich.

Deine Augen sprechen und spielen mit mir,
lassen Höhen und Tiefen mich erfahren;
und bitten sie- so glaub' ich Dir,
sie schauen nicht, sie offenbaren.

Die Farben Deiner Träume sind gut erkenntlich,
in Deinem Blick der Sehnsucht heißt;
nur manches Mal scheint er mir unendlich,
wenn Glut und Wut den Blick zerreißt.

Deine Augen erzählen ganze Bände,
es sind Seiten, die das Leben schrieb;
sie verstehen zu streicheln viel tiefer als Hände,
ich kann nicht anders...ich hab' sie lieb.



Dich brauche ich


Ich muß es tun...immer wieder,
muß Dich erleben, um auf Nase zu fallen;
mein Leben währ mir sonst zu bieder,
es währ zu ruhig, würd gleich verhallen.

Nur wenn ich mitten drin steh' im Leben,
erkenne ich die Welt und Dich;
dann gelingt es mir auch, mehr zu glauben,
und ich denke zuletzt an mich.

Deine erfahrung lehrt mich Wissen,
und Diene Lügen oftmals Recht;
nie möchte  ich Deine Gegenwart missen,
denn ohne Dich ging es mir schlecht.

Dich brauche ich, Du bist mein Sein,
schreibst in mir Deine eig' ne Welt;
bist Du nicht mehr, bin ich allein,
Du bist das Leben, das mir gefällt.



Konzert der Nachtigall


Das Rauschen des Meeres
steht im Einklang
mit dem Wiegen
summender Bäume

Der sternenklare Himmel
lädt ein
zum Konzert der Nachtigall
Zigeunerhimmel...überall

Lodernde Feuer
der Rhythmus einer eigenen Welt
ziehn Dich in den Rausch
unbändigen Lebens

Der Tanz schwarzer Augen
das Wirbeln bunter Röcke
das Fliegen unzähmbarer Haare
und das Lachen lockender Lippen
bewegen Dich schneller, schneller... immer schneller

Ein schaler Morgengruß
bleibt übrig
die Sonne läßt Dich frieren
bei einem letzten Lebewohl



Du streichelst mich


Manchmal liege ich in Deinem Bett,
Du streichelst mich, und ich bin Dein-
ich rede mit Dir- Du bist sehr nett;
tief kuschle ich in Dich hinein.

Oftmals schaust Du mich traurig an,
verstehst, was ich Dir sagen will;
begreifst mich schon- eh' ich begann-
umschmeichelst mich mit Deinem Gefühl.

Ich hab' es gern, Du streichelst mich-
ich laß es zu, daß Du mich küßt;
hallo Du!... Dich liebe ich-
gerade Dich hab' ich vermißt.

Bist Du m Ende mit meinen Gedichten,
dann fang' noch mal von vorne an;
Du wirst sie erkennen, die Lebensgeschichten-
erleben wirst Du sie auch... irgendwann.



Mit Dir tanzen


Dir möcht' ich danken für diese Stunden
für die wunderschöne Nacht;
Du hast Dich in meinen Zeilen wiedergefunden-
sie alle sind für Dich erdacht.

Fühlst Du Dich einsam, so lies' dies Gedicht,
es küßt und streichelt Deinen Mund;
Deine Haare- Dein Gesicht,
die Worte lieben Dich eben aus diesem Grund.

Es möchte so gern mit Dir tanzen
und dabei Dein leichtes Zittern spür'n ;
leider kennt es nur einen Teil vom Ganzen;
würdest Du's lassen, könnte es Deine Seele berühr' n.

Kuschelnwürde es in Deiner Einsamkeit,
vielleicht Dich verlocken, daß Du mit ihm sprichst
bitte- schenk' ihm Gelegenheit...
vielleicht denkst Du auch mal an mich.



Dein Lebensweg, mein Kind


Wohin nur, wohin mein Kind,
lassen Dich diese Lüfte gleiten;
wohin nur trägt Dich DeinLebenswind,
wird er Dir sehr viel Freude bereiten?

Ich halte Deine Finger zart,
Du siehst mich an, geliebtes Kind;
Dir wünsch' ich es bleibt Dir viel erspart,
egal, wo er Dichhinträgt, Dein Lebenswind.

Dein Lachen werd' ich immer hören,
aber auch Dein Weinen berührt mich sehr;
Dein Lebenswind wird dies auch begehren,
vielleicht will  er sogar noch mehr.

Mein Kind- empfohlen bist Du diesem Leben,
aus dem herauswächst Du geschwind;
er soll Dir auf Erden das schönste geben-
er soll Dich umschmeicheln... Dein Lebenswind.