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Poltergeist
Der
wohl bekanndeste Fall von Poltergeisterscheinungen, der je aufgezeichnet wurde,
erlebten eine Frau und ihre vier Kinder in Enfield, einem nördlichen Außenbezirk
von London. Allein zwischen August und März wurden 1500 einzelne Vorfälle
registriert. Alle an den Untersuchungen Beteiligten- Sozialarbeiter, ein
Sprachtherapeut, Fotografen, Psychologen, Prister und zwei Forscher (L. Playfair
u. M. Grosse) - standen alle vor einem Rätsel.
Zuerst
trat die Poltergeiserscheinung sehr gedämpft auf. Die Mutter berichtete, daß
aus dem Schlafzimmer oft ein Geräusch zu hören war, das sich wie
"Schlurfen" anhörte. Dann setzte ein Klopfgeräusch ein, das fast elf
Monate anhielt. Häufig wurde eine tiefe, schroffe Stimme auf Tonband
aufgenommen. Es wurde alles versucht diese Stimme zu identifizieren, da die
Stimme von sich behauptete, sie gehöre einem 72jährigen Mann , in der
Durants-Park-Straße, nicht weit von ihrer Straße entfernt. Die Stimmen wurden
auch im örtlichen Rundfunk abgespielt. Dort meldete sich eine Hörerin, die
behauptete, es sei die Stimme ihres Onkels. Doch jeder Versuch, die Aussage auf
ihre Richtigkeit zu überprüfen, scheiterte.
Aber
es kam noch zu weiteren unerklärlichen Vorfällen. Einmal tauchte ein Bauklotz,
wie aus dem Nichts auf, und flog einem Fotografen an den Kopf. Papier und
Stoffstücke enzündeten sich wie von selbst. An der Toilettentür stand eine
Botschaft aus Klebeband zusammengesetzt. Weiterhin wurde beobachtet, wie sich
Bestecke, der Deckel des Teekessels und ein Metallrohr von selbst verbogen und
verdrehten. Ein Teil vom Gasofen wurde vom Kamin abgetrennt und durch das
Wohnzimmer geschleudert. Große Möbelstücke, darunter eine Komode, ein
schweres Sofa und ein Doppelbett, bewegten sich im Haus hin und her.
Janet,
die 12jährige Tochter, schien den Mittelpunkt all dieser Geschehnisse zu
bilden. Anscheinend kam die tiefe Stimme aus ihr. Mehrfach erlebte sie auch
Levitationen ( Augenzeugen berichten von zwei Fällen, in denen es schien, als würde
sie schwebend in der Luft festgehalten). Sie und ihre Schwester Rose wurden so
oft aus dem Bett geworfen, daß sie es vorzogen auf dem Fußboden zu schlafen.
Zuerst
war die Familie voller Angst, dann aber stellte sich mit der Zeit Verwirrung
ein. Diese Reaktion ist wohl typisch für Menschen , die RSPK erleben, denn
Poltergeisterscheinungen richten meist nur Schaden an und verletzen niemanden.
Dieser Fall war zweifelslos bemerkenswert, was das Ausmaß und die Länge der
Erscheinungen betraf.

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