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Aus der
Chronik der Zwerge
Die Legende
Seit Beginn der Zeit
graben die Zwerge nach Erzvorkommen. Wann und in welchem Gebirge die ersten Zwergesstämme
ihre Minerallager hatten wurde nicht überliefert. Auf der Suche
nach Mithril, Gold, Eisen, Edelsteinen und nutzbarem Baumaterial zogen die
Stumpen - wie die Zwerge einer alten Überlieferung zufolge heißen - von einem
Gebirge zum Anderen. Da Zwergengruppen als sesshafte Siedler zurückblieben, ist
das Zwergesvolk allwärtig zugegen. So war es nur eine Frage der Zeit, bis die
geschicktesten Bergwerker und Tunnelbauer der ganzen Welt auch in den Gebirgen
des heutigen Aturiens Zuhause waren.
Der legendäre
Zwergenführer Hillbert Edelschild brachte sein Volk über einen großen Fluß
weiter nach Osten. In diesen sagenumwobenen Bergen gab es einen unvorstellbaren
Reichtum an Rohstoffen. Die tapferen Siedler fanden Unterschlupf in den unzähligen
Höhlenlabyrinthen, welche sie weiter ausbauten. Sie bearbeiteten gefundene Erze
zu Werkzeug und sammelten wertvolle Steine in Bergwerkshallen.
Allein dem steten
Vordringen Hillbert Edelschilds ist es zu verdanken, daß in einem heute verschütteten
Höhlensaal von ewig leuchtender Schönheit alte Runen gefunden werden konnten,
die ein Land prophezeiten, in dem Zwerge, Elfen und Menschen - an einem Fluß
mit Namen Itane - zusammen leben sollten. Der Zwergenführer ließ das
Entstehungsjahr der Runen berechnen und verkündete daraufhin das Jahr 667
Returo.
Er verhieß seinem
Stamme im Land der Ahnen zu bleiben, es zu weiten und zu erforschen bis der Tag
der Begegnung komme, wie es die Prophezeiung wollte.
Anbeginn der Zeit
512
Returo: Zwergenführer
Hillbert Edelschild stirbt. Salarin Breitaxt, der viele Jahre treu in den
Diensten des alten Zwergenführers arbeitet wird von Volk der Stumpen zum
Zwergenkönig gekrönt.
483
Returo: Unter König
Breitaxt erschließen die Zwerge das Land in östliche Richtung und bauen ihr
Tunnelsystem aus. Zu Ehren H. Edelschilds, des Begründers
der ersten Siedlungen in den Drachenbergen, läßt Breitaxt Runen schlagen.
433
Returo: Am Rande
des Dysterwaldes entdecken Drows die für sie unleserlichen Runen und deuten sie
als lothlästerlich. Die Dunkelelfen fallen barbarisch über die auf ihre Arbeit
konzentrierten Zwergenfamilien her. In 5 Tagen erarbeitet ein
Zwergen-Sonderkommando einen Plan zur Rettung des Volkes durch das Tunnelsystem.
Die fanatischen Krieger richten ein großes Blutbad an und jagen die Überlebenden
in blindem Verfolgungswahn. Den tapferen Zwergen gelingt es die Drows zu täuschen,
so daß die Priesterinnen und ihre Truppen die Verfolgung aufgeben. Die dem
Erdboden gleichgemachte Stadt Mercos soll nicht wieder errichtet werden, sondern
als Mahnmal für die Nachkommen des Zwergenvolkes stehen bleiben.
Nichts in der Welt
ist zuverlässiger
als der Glanz des Goldes
und die Heimtücke der Elfen
Altes Zwergensprichwort
König Salarin
Breitaxt weist den Überlebenden die westliche Stadt Thartum zu. Aus Dankbarkeit
zu ihrem König graben die Zwerge mächtige Stollen in die Erde. Mit ihren
Bodenschätzen veredeln sie die riesigen unterirdischen Schmieden zu wahren
Kunstwerken.
In Talmathum füllen
Edelsteine und kostbare Metalle die Schatzkammern
292
Returo:
Gesundheitliche Gründe zwingen Salarin Breitaxt seine Dienste als König
niederzulegen. Rimund Rotbart übernimmt die Führung des Volkes.
277
Returo: Die Zwerge
verteilen sich zahlreich über die Nordberge. Ihre Stollengänge gleichen einem
Spinnennetz.
271
Returo: Der ehem.
König Salarin Breitaxt stirbt infolge einer schweren Krankheit.
203
Returo: Durch den
raschen Bevölkerungszuwachs wird die Nahrungsmittelversorgung einzelner
Bergbaudörfer knapp.
194
Returo: Um einer
Hungersnot vorzubeugen beschließen die Oberhäupter der Familie Rotbart einen
Treck von Siedlern in Richtung der südöstlich gelegenen Drachenberge zu
entsenden. Man vermutet, daß dies fast zeitgleich mit dem Erwachen des Drachen
Grolopp geschah.
188
Returo: Der Plan
der Alten geht voll auf. Der neu besiedelte Wald in dieser Richtung produziert
genug Nahrung, um die Zwerge mit Naturalien zu überhäufen. Die Mithril- und
Erzadern der Drachenberge sind ergiebiger als die in den Nordbergen.
151
Returo: Alles ist
wunderbar bis nach 37 Jahren der Kontakt zu den neu gegründeten Siedlungen
abbricht. Einzelne Zwerge erreichen die Zitadelle Talmathum und berichten von
Schattendämonen mit roten Augen und schwarzer Haut, die wie aus dem Nichts
auftauchen und alles töten. Rimund Rotbart entsendet 200 schwer gepanzerte
Zwerge in Richtung Drachenberge um die Dämonen zu vertreiben und löst so den
ersten Schattenkrieg aus.
Der erste Schattenkrieg
Faeryl die Hexenkönigin läßt die Rüstungsschmieden
auf Hochtouren laufen. Zu diesem Zweck werden kleine Dörfer überfallen und
Zwerge versklavt um schwere Knochenarbeiten in den Stollen zu erledigen. Die
Schwarzelfen vereinen sich unter dem Banner der Hexenkönigin zu einem Volk. Nur
durch einen Verrat läßt sich erklären, daß 300 Schwarzelfen, formiert zu
Kampfgruppen, fast zu selben Zeitpunkt alle Siedlungen der Stumpen in den
Drachenbergen überfallen und bestialisch über die Bewohner herfallen. Selbst
Frauen und Kinder fallen den Plünderern zum Opfer.
Die Verräter sind
auch in den eigenen Stämmen zu suchen. In alle Ewigkeit sollen sie keine Ruhe
finden und bei Gericht am Barte erhängt werden.
Rimund Rotbart trifft
mit seinen Truppen ein, die Schwarzelfen flüchten in den Dysterwald. Die
tapferen Zwerge folgen den Spuren der Mörder und Plünderer und nehmen die
ersten Dunkelelfen Siedlungen ein. Rimund macht den Standpunkt der Hauptsiedlung
ausfindig und marschiert mit seinen kampfentschlossenen Truppen auf die
Stadtmauer zu. In taktischen Zügen läßt Rotbart Erdwälle aufschütten und
Belagerungsmaschinen bauen.
Nach nur drei Tagen
greift die Zwergenartillerie mit Feuerbomben und überdachten Ramböcken an.
Einige Waffen werden Opfer der schwarzen Magie aber die meisten Geschütze sind
im Wald verborgen und halten Dunkelhain unter Beschuß. Die Langbogen der Drows
indes feuern blind in den undurchschaubaren Wald. Und wenn tatsächlich einmal
ein Pfeil sein Ziel findet erweisen sich die neuen Mithrilrüstungen der Zwerge
als enorm Widerstandsfähig. Durch ein Unwetter und ein hervorgerufenes Beben
werden zwar die Kriegsmaschinen der Zwerge zerstört, doch die Mauern der
Festung sind bereits zu stark beschädigt.
Keine halbe Stunde später
stürmt die Zwergenarmee mit Rimund Rotbart an der Spitze die Festung. Schwarze
Krieger die versuchen Widerstand zu leisten werden niedergemetzelt. Doch in der
Festung geraten die Zwerge in eine Falle und ohne sich verteidigen zu können
werden sie von den magischen Pfeilen der Dunkelelfen Garde niedergemacht. Die
Hexenkönigin, welche auf ihrem schwarzen Einhorn reitet spricht dunkle
Kampfzauber - der Zwergenführer erstarrt zu Stein und stirbt.
112
Returo: Nur wenige
Pioniere überleben diesen Schattenkrieg. Auf ihrem verborgenen Rückzug durch
den Wald über die Drachenberge finden sie in einem Felsennest ein Drachenei.
Niemand weiß wie lange es hier schon liegt. Der Ältestenrat beschließt es in
der heißesten Schmiede Talmathums auszubrüten. Und nach fast 100 Jahren war
aus dem Innern des Eies ein leises Klopfen zu vernehmen ...
78
Returo: Das
Zwergenvolk ist geschwächt und hat in der Vergangenheit große Verluste
hinnehmen müssen. König Bujak läßt Siedlungen entstehen, in denen die Zwerge
sich sammeln. Durch seine kontinuierliche Verbindung der Dörfer entsteht ein
gestärkter, neuer Verbund.
17
Returo: Durch die
Berge geht das Gerücht, daß in Talmathum aus einem Ei ein Drache geschlüpft
sei - Yornta ist in aller Munde -
1
Returo: Die Völker
der ganzen Berge ziehen sich in ihre Höhlen, Erdlöcher und Hütten zurück, da
die Zeit der Begegnung bevorsteht. Interessiert, mutig aber auch kritisch-zurückhaltend
erwarten die Stumpen das
Jahr 0
Aturien!
(c)ig Aturien

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